Historische Ansichten aus der Zeit um 1900.

 
 
  
 

Die Geschichte in Zahlen

1123:
  • Lothar von Süpplingenburg (Deutscher Kaiser von 1125 bis 1137) lässt die Blankenburg erbauen
  • Über seinen Enkelsohn Heinrich der Stolze fällt die Lehnhoheit über die Grafschaft an die Welfen.
  • Auch bekannt als Heinrich der Löwe.
 
1128:
  • Als Verwandter von Lothar von Süpplingenburg erhält Poppo die Grafschaft als Lehen (später bekannt als Graf Poppo von Balcheburg).
  • Seine Söhne teilen sich die Grafschaft: Konrad erhält Regenstein und Siegfried I. erhält Blankenburg.
  • Siegfried I. begleitet Heinrich den Löwe auf seine Pilgerfahrt und kehrt nicht zurück. Er hinterlässt zwei Söhne: Heinrich und Siegfried II.
 
1181:
  • Kaiser Friedrich Barbarossa regiert. Kaiserliche Heere unter Bischof Dietrich von Halberstadt belagern Burg und Stadt Blankenburg, die durch starke Mauern geschützt ist.
 
1182:
  • Blankenburg wird erobert und zur Plünderung freigegeben.
  • Die Brüder Heinrich und Siegfried II. gehen in Gefangenschaft, erhalten aber nach wieder hergestelltem Frieden die Grafschaft zurück.
  • Die Burg wird von Neuem erbaut und beträchtlich erweitert.
 
1190:
  • Graf Heinrich übernimmt die „erledigten“ Güter der Regensteiner
  • Siegfried II. behält die Grafschaft Blankenburg
  • Die Nachkommen Siegfrieds II. behalten Blankenburg bis 1343.
  • Blankenburg und Regenstein fallen an die jüngere Heimburger Linie der Regensteiner
  • die Blankenburger bleibt Residenz der Grafen
 
1386:
  • Der Sage nach, soll das die Blankenburg von Dietrich von Wernigerode während der Abwesenheit des Grafen Busso heimlich in der Nacht ausgeplündert worden sein. Ein sich in der Burgmauer befindliches Haupt wird für ein Wahrzeichen dieses Überfalls gehalten!
 
um 1500:
  • Das jetzige Schloss ist dem Verfall nahe. Trotz der grossen Schuldenlast sieht sich Graf Ulrich XI. gezwungen, den Ostflügel niederzulegen und einen schlossähnlichen Neubau errichten zu lassen.
1539:
  • Graf Ulrich V. sagt sich von der katholischen Kirche los (Reformation!)
 
19.11.1546:
  • Noch vor dem Bezug des Neubaus bricht Nachts ein furchtbarer Brand aus, der grosse Teile des alten Schlosses vernichtet.
  • Der Einheizer des Schlosses, der Sage nach, vom Hasse der Baptisten mit Gold bezahlt, legt ein Feuer mit trockenem Reisig unter einer Treppe des alten Schlosses.
  • Die schlafenden Bewohner werden viel zu spät erst durch den Feuerschein und das Krachen und Bersten der Holzbalken geweckt.
  • Die Diener und Mägde fliehen über die Dächer und Fenster die Wände hinunter, die Herrschaft vergessend.
  • Nur die jüngeren Kinder werden von den Wärterinnen nicht verlassen. Sie werden in Tücher gewickelt aus den Fenstern herabgelassen.
  • Die Gräfin, Magdalena von Regenstein, ist es nicht mehr möglich, der Gefahr zu entgehen, eingeschlossen vom Feuer. Ihre Dienerin ist schon tot.
  • Nur noch ihr treuer Gatte, der Graf Ulrich, bleibt bei ihr. Die Gräfin bittet ihn, sie zu verlassen und das eigene Leben zu retten. Doch der Graf weigert sich zunächst, will mit seiner Frau vereint sterben.
  • Doch sie bricht sterbend zusammen. Ihre letzten Worten sollen gewesen sein: „Mein lieber Gemahl, es gehe ihnen Wohl und ihren Kindern“.
  • Trotz des Schmerzes will er nun doch sein Leben retten. Der Saal, den er betreten hat, droht einzustürzen und ihn in das Flammenmehr zu reisen.
  • In letzter Sekunde zwängt er sich durch das Abortfenster und hängt nun, halb verbrannt, außen herunter.
  • Niemand hört ihn zunächst durch das Krachen der einstürzenden Balken, doch dann eilt ein Zimmermann zu Hilfe, der ihn unter Einsatz des eigenen Lebens rettet.
  • Zum Gedächtnis an diesen Schreckenstag lässt Graf Ulrich eine Gedenktafel herstellen, die in Latein und Deutsch seinen Verlust beklagt. Diese hing nebst einer Bildtafel, die den Graf und die Gräfin mit 6 Söhnen und 4 Töchtern darstellt.